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Last updated 3 years, 3 months ago
Hallo ihr lieben Seelen, wir wollen hier nicht bekehren oder belehren. Wir haben auch nicht die einzige Wahrheit, oder die Lösung aller Probleme.
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Montag, der 24.02.2025:
Ihr trinkt den Wein kübelweise und verwendet die kostbarsten Parfüme; aber dass euer Land in den Untergang treibt, lässt euch kalt.
📖 Amos 6,6
Betrinkt euch nicht; denn zu viel Wein verführt zu einem liederlichen Lebenswandel. Lasst euch lieber vom Geist Gottes erfüllen!
🖋 Epheser 5,18
💭 Segen für das Land
Das heutige Losungswort ist eine ernsthafte Ermahnung für alle, die in Verantwortung stehen. Das sind nicht nur Politiker und Wirtschaftsführer, sondern auch Lehrer, Erzieher, Eltern und viele andere Frauen und Männer. Sie alle können das, wofür sie verantwortlich sind, zum Segen führen oder aber in den Untergang treiben. Das hängt davon ab, ob ihr Leben auf Gott und die ihnen anvertrauten Menschen ausgerichtet ist oder nur auf sich selbst.
Nun geht es, wie ich meine, im Losungswort nicht nur um Wein oder Parfüm. Ein Glas Wein zu trinken, ist noch keine Sünde, genauso wenig, wie ein Parfüm zu verwenden. Es geht um eine grundsätzliche Ausrichtung unseres Lebens. Wie können wir uns davor hüten, verantwortungslos zu handeln? Häufig ist der tiefe Grund eine Sinnleere in unserem Leben. Solche Momente kann es bei uns allen einmal geben. Doch im Lehrtext finden wir einen hilfreichen Hinweis. Dort heißt es: Lasst euch lieber vom Geist Gottes erfüllen! Statt in Drogen oder andere Exzesse zu fliehen, fordert der Apostel Paulus uns auf, uns von Gottes Geist erfüllen zu lassen. Dieser füllt unsere innere Leere aus und zeigt, wofür es sich zu leben lohnt.
Wie aber lässt man sich mit dem Geist Gottes erfüllen? Wir können doch nicht einfach über den Heiligen Geist verfügen. Das stimmt – wir können aber das tun, was der Heilige Geist auch tut, nämlich Jesus Christus ehren. Damit öffnen wir uns für das Wirken des Heiligen Geistes. So lesen wir in den beiden Folgeversen: Ermuntert einander mit Psalmen und Lobliedern, wie der Geist sie euch eingibt. Singt und spielt Christus, dem Herrn, von ganzem Herzen. Dankt Gott, dem Vater, zu jeder Zeit für alles im Namen unseres Herrn Jesus Christus.(1) Ich glaube, Gott selbst wird uns dann leiten und zum Segen setzen. Das wünsche ich uns und allen Verantwortlichen in unserem Land.
Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen
(1) Eph. 5,19-20 [Gute Nachricht]
Gebet:
Vater im Himmel, ich bitte dich heute nach der Bundestagswahl, dass du unser Land segnest und den Verantwortlichen hilfst, ein Segen für die hier lebenden Menschen zu sein. Aus eigener Kraft und Weisheit können wir das nicht. So komm uns mit deinem Geist zu Hilfe. Darum bitte ich dich im Namen Jesu Christi, Amen.
Sonntag, der 23.02.2025:
Ich will mich selbst als Wache um mein Haus lagern.
📖 Sacharja 9,8
Jesus stand auf und bedrohte den Wind und die Wogen des Wassers, und sie legten sich und es ward eine Stille. Er sprach aber zu den Jüngern: Wo ist euer Glaube?
🖋 Lukas 8,24-25
💭 Er wacht über uns
Im heutigen Losungswort verspricht Gott dem Volk Israel: „Ich will mich selbst als Wache um mein Haus lagern.“ Zwei Dinge werden hiermit klar: Es geht nicht um irgendein Haus, sondern um das Haus Gottes. Und die Wache erklärt er zur Chefsache und übernimmt sie selbst. Das hat, so meine ich, auch uns heute etwas zu sagen. Gott hat es nämlich nicht nötig, von Menschen verteidigt zu werden. Vielleicht meinen wir manchmal, wir müssten unseren Glauben rechtfertigen, wenn wir durch ihn in Konflikte kommen. Doch Gott will derjenige sein, der für uns kämpft.
Im Umfeld des Lehrtextes wird berichtet, wie die Jünger in Schwierigkeiten gerieten, weil sie auf Jesus gehört hatten. So hatte er sie aufgefordert, ins Boot zu steigen und auf die andere Seite des Sees zu fahren, was sie bereitwillig taten. Leider kamen sie dabei in Seenot – und Jesus war eingeschlafen. Den vermeintlichen Tod vor Augen, weckten sie ihn. Es war allerdings kein Akt des Glaubens, sondern der Furcht. Umso erstaunter waren sie, als Jesus den Sturm zum Schweigen brachte. Damit hatten sie überhaupt nicht gerechnet.(1) Daher die Frage Jesu: „Wo ist euer Glaube?“
Das Verhalten der Jünger ist uns vielleicht gar nicht so unbekannt. Voller Vertrauen zieht man los, doch wenn Schwierigkeiten kommen, steigt die Angst und das Vertrauen schwindet. Gebete enthalten dann manchmal mehr Befürchtungen als Glauben – wie bei den Jüngern, die zu Jesus sagten: „Meister, Meister, wir kommen um!“(2) Doch wissen wir wirklich, was vor uns liegt? Solange wir in einem Boot mit Jesus sind, sind wir auf seinem Kurs. Er ist dann bei uns. Kein Sturm ist mächtiger als er, und wenn er will, kann er die Situation von jetzt auf gleich verändern. Und sogar in Stürmen kann uns nichts und niemand aus seiner Hand reißen oder von ihm trennen. Er selbst lagert sich als Wache um seine Gemeinde. Vertrauen wir ihm?
Einen gesegneten Sonntag wünscht
Angela Mumssen
(1) Luk. 8,22-24 (2) Luk. 8,24 [Luther 2017]
Als Gebetsinspiration heute zwei Verse aus dem Römerbrief:
Ich bin überzeugt: Nichts kann uns von seiner Liebe trennen. Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder unsere Ängste in der Gegenwart noch unsere Sorgen um die Zukunft, ja nicht einmal die Mächte der Hölle können uns von der Liebe Gottes trennen. Und wären wir hoch über dem Himmel oder befänden uns in den tiefsten Tiefen des Ozeans, nichts und niemand in der ganzen Schöpfung kann uns von der Liebe Gottes trennen, die in Christus Jesus, unserem Herrn, erschienen ist.Röm. 8,38-39 [Neues Leben Übersetzung]
Samstag, der 22.02.2025:
Was recht ist, dem sollst du nachjagen, damit du leben kannst.
📖 5. Mose 16,20
Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.
🖋 Matthäus 5,6
💭 Hunger nach Gerechtigkeit
Der heutige Lehrtext, von dem ich einmal ausgehen möchte, ist Teil der Seligpreisungen Jesu. Wenn jemand nach Gerechtigkeit hungert und dürstet, deutet das ja darauf hin, dass diese nicht vorhanden ist. Doch was genau ist mit dieser fehlenden Gerechtigkeit gemeint? Geht es darum, dass wir anderen Menschen Unrecht tun? Geht es um Gerichte, die das Recht beugen, oder dass bestimmte Menschen benachteiligt werden?
Diese Aufzählungen mögen zwar Auswirkungen von fehlender Gerechtigkeit sein, die Ursache sind sie jedoch nicht. Selbst wenn man das eine oder andere verbessern konnte, entstehen an anderer Stelle wieder neue Ungerechtigkeiten. Nun sagte Jesus aber: „Sie sollen satt werden.“ Darunter verstehe ich einen Zustand, an dem die Ursache ihre Macht verloren hat.
Im Losungswort finden wir die Anweisung, dass wir dem, was recht ist, nachjagen sollen. Nehmen wir einmal an, dass aus dem „Sollen“ ein „Wollen“ wird – dass es uns gemeinsam also ein inneres Anliegen ist, Gutes zu tun. Wie würde dann unsere Welt aussehen? Wir bräuchten zwar noch Regelungen, wie z.B. die Verkehrsregeln, aber keine Gesetze mehr, die das Böse verhindern sollen. Keiner würde mehr lügen, ein Treuegelöbnis brechen, begehren, was anderen gehört, stehlen oder morden. Das klingt vielleicht unrealistisch – doch genau das meinte Jesus, wie ich glaube, mit dieser Seligpreisung.
Wenn solch ein Zustand eintritt, können wir wirklich ohne Angst leben. Deshalb sollten wir unseren Hunger und Durst nach Gerechtigkeit nicht wegdrängen, als ob es keine Hoffnung auf Besserung gäbe. Jesus Christus macht es möglich. Er hat schon begonnen – und zwar bei uns selbst. Er verändert uns von innen her, vergibt uns und verwandelt das „Sollen“ in „Wollen“. Noch ist das Werk nicht vollendet, weder bei uns Christen noch bei anderen. Das wird es wohl erst im Himmel sein. Doch schon hier ist es auf dem Weg. Jeden Tag dürfen wir es bei uns und anderen erleben.
Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen
Gebet:
Herr Jesus Christus, ich danke dir, dass du Unmögliches möglich machst. Du hast mir und denen, die an dich glauben, deine Gerechtigkeit geschenkt. Lass sie bitte mehr und mehr durch uns sichtbar werden, sodass andere sehen, dass Gerechtigkeit bei dir möglich ist. Amen.
Donnerstag, der 12.09.2024:
Helft dem Elenden und Bedürftigen zum Recht.
? Psalm 82,3
Euch aber lasse der Herr wachsen und immer reicher werden in der Liebe untereinander und zu jedermann.
? 1. Thessalonicher 3,12
? In der Liebe wachsen
Im heutigen Losungswort wird deutlich, wie wichtig es Gott ist, dass wir gerecht miteinander umgehen. Niemand soll benachteiligt werden, weil er oder sie arm oder bedürftig ist. Die Verantwortung liegt dabei auf den Starken. Jesus Christus sagte dazu einmal Folgendes: „Wem viel gegeben wurde, von dem wird viel gefordert, und wem viel anvertraut wurde, von dem wird umso mehr verlangt.“ (Luk. 12,48) Jeder von uns trägt also eine Verantwortung für andere, auch wenn wir dem nicht offiziell zugestimmt haben. Das Gleiche verdeutlicht Jesus im Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Dieser übernahm völlig ungeplant und ohne direkte Aufforderung Verantwortung für jemanden, der sich selbst nicht mehr helfen konnte. Für uns stellt sich demnach die Frage: Was benötigen wir, um ebenso handeln zu können?
Zunächst benötigen wir Aufmerksamkeit für die Dinge, die um uns herum geschehen. Gehen wir mit Scheuklappen oder nur auf uns bezogen durch die Welt, können wir schnell übersehen, dass jemand unsere Hilfe oder Unterstützung braucht. Wenn uns das Schicksal des Elenden oder Bedürftigen nicht interessiert, werden wir ihm bzw. ihr wohl kaum Recht verschaffen.
Vor allem aber benötigen wir Liebe, wozu uns der Lehrtext auffordert. Der Apostel Paulus schreibt über Liebe: „Sie sucht nicht den eigenen Vorteil, sie verliert nicht die Beherrschung, sie trägt keinem etwas nach. Sie freut sich nicht, wenn Unrecht geschieht, aber wo die Wahrheit siegt, freut sie sich mit.“ (aus 1.Kor. 13,5-6) Wenn wir uns untereinander lieben und darüber hinaus jeden Menschen, werden wir nicht dessen Recht beugen.
Wenn es uns aber nun nicht gelingt, aufmerksam zu sein und jedermann zu lieben? Dann sollten wir, wie ich meine, zur Quelle der Liebe gehen – zu Jesus Christus. Im Lehrtext fordert Paulus Liebe nämlich nicht ein, sondern wünscht, dass wir durch Jesus Christus in ihr wachsen und sie in uns. Genau das geschieht in Jesu Nähe.
Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen
Gebet:
Vater im Himmel, ich danke dir, dass du die Quelle der Liebe bist. Du überforderst uns nicht, da es deine Liebe ist, die durch uns fließt. So bitte ich dich, dass du mich neu damit erfüllst und meine Augen für die Belange meines Nächsten öffnest – in Jesu Namen, Amen.
Mittwoch, der 11.09.2024:
Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, beständigen Geist.
? Psalm 51,12
Das Ziel aller Weisung ist die Liebe, die aus reinem Herzen und gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben kommt.
? 1. Timotheus 1,5
? Das Ziel aller Weisung
Das heutige Losungswort stammt aus einem Psalm Davids. Dieser hatte seine Macht als König dazu benutzt, um mit der Frau eines anderen zu schlafen. Als sie schwanger wurde, wollte David das Kind dem Ehemann unterschieben. Weil dies jedoch nicht klappte, sorgte er dafür, dass der Mann an die Front geschickt wurde und fiel. Die Witwe nahm David anschließend zur Frau.(1)
Nach außen hin sah also alles irgendwie ordnungsgemäß aus. Nach innen jedoch war es eine Katastrophe: David wusste, was er getan hatte, und versuchte, es mit allen Mitteln zu verbergen. In diese Situation griff Gott schließlich ein, indem er den Propheten Nathan zu David sandte. Doch anstatt David direkt zu konfrontieren, erzählte Nathan eine Geschichte von einem reichen Mann, der aus reiner Selbstsucht einem Armen das Einzige nahm, was dieser besaß.(2) David geriet darauf in Zorn und sagte, dass jemand, der so etwas tut, den Tod verdient hätte, worauf Nathan erwiderte: „Du bist der Mann!“ (2.Sam. 12,7)
Durch den Blick auf die Fehler eines anderen ließ Gott David das eigene Fehlverhalten erkennen, und David selbst sprach das Urteil. Hier kommt jedoch eine entscheidende Wendung in die ganze Angelegenheit: David hörte auf, alles zu vertuschen, sondern bekannte sich vor Gott schuldig, worauf dieser ihm vergab.(3) Betrachtet man dieses Geschehen einmal aus der Perspektive des Lehrtextes, so wird Folgendes klar:
- Gott bekommt alles mit, greift aber nicht immer sofort ein.
- Verdrängung hilft nur eine Zeit lang.
- Gottes Eingreifen geschieht aus Liebe.
- Er bringt uns zu dem Punkt, an dem wir uns selbst erkennen.
- Er überlässt uns nicht unserem Versagen, sondern vergibt uns und geht mit uns weiter.
Gottes Erziehung geschieht nicht, weil er uns maßregeln will, sondern weil er uns Iiebt. Er gab seinen Sohn dafür, dass wir mit einem reinen Gewissen frei von Heuchelei lieben können. Mit seiner Hilfe wird es möglich.
Einen gesegneten Tag wünscht
Angela Mumssen.
(1) 2.Sam. 11,1-17 2.Sam. 11,26-27 (2) 2.Sam. 12,1-4 (3) 2.Sam. 12,13
Gebet:
Vater Gott, ich danke dir, dass ich dein Kind sein darf. In deiner Hand bin ich geborgen. Danke, dass du mich festhältst und wieder aufrichtest, wenn ich falle. Hilf mir, vor dir aufrichtig zu sein und zu bleiben. Schenke auch mir ein reines Herz und einen neuen, beständigen Geist. Das bitte ich in Jesu Namen, Amen.
Dienstag, der 10.09.2024:
Halleluja! Ich danke dem HERRN von ganzem Herzen im Rate der Frommen und in der Gemeinde.
? Psalm 111,1
Lobt unsern Gott, alle seine Knechte und die ihn fürchten, Klein und Groß!
? Offenbarung 19,5
? Von ganzem Herzen
Einige kennen vielleicht die satirische Kurzgeschichte von Ludwig Thoma „Der Münchner im Himmel“: Ein Mann stirbt ganz plötzlich und bekommt im Himmel die Aufgabe, auf einer Wolke zu frohlocken und immer „Hosianna“ zu singen. Das fällt ihm unendlich schwer, zumal er sich nach seinem Bier und dem geliebten Hofbräuhaus sehnt.(1) Bei dieser Vorstellung vom Himmel möchte ich einmal stehen bleiben.
Tatsächlich spielt das Gotteslob in der gesamten Bibel eine große Rolle. Im Losungswort werden wir aufgefordert, Gott von ganzem Herzen zu danken – und zwar da, wo Menschen es verstehen: im Rat der Frommen und in der Gemeinde. Während sich das Losungswort auf unser Leben hier und jetzt bezieht, handelt der Lehrtext von dem, was sich im Himmel abspielt. Auch dort finden wir die Aufforderung, Gott zu loben. Wird das Gotteslob jetzt zur Qual – wie beim „Münchner im Himmel“ – oder zur Freude?
Ich meine, das hängt davon ab, wie nahe wir Gott sind. Wenn mir jemand erzählt, wie sehr er den Ausblick auf einem hohen Berg genossen hat, freue ich mich vielleicht ein wenig mit. Wenn ich ein Foto oder eine Dokumentation davon sehe, wächst meine Faszination. Völlig überwältigt bin ich aber, wenn ich selber auf dem Berg stehe und die Größe von Gottes Schöpfung betrachte. Dann sprudelt ein „Halleluja, wie groß bist du Herr“ geradezu aus mir heraus.
Nun können wir die Nähe Gottes nicht einfach herbeisingen. Was wir aber können, ist, uns immer wieder vor Augen zu führen, wie groß und herrlich er ist. Dies tat ebenfalls der Psalmist. So folgen dem Losungswort viele Verse, in denen die Größe und Güte Gottes beschrieben wird. Mir persönlich hilft es, wenn ich die Worte und Taten Jesu Christi betrachte. Nichts berührt mich so sehr wie er: seine Liebe, seine Geduld, sein Opfer, seine Worte und wie er sich unserer Not annimmt. Irgendwann kann ich gar nicht anders, als ihm dafür zu danken und ihn zu loben. Wie geht es uns damit?
Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen
(1) http://de.wikipedia.org/wiki/Der_M%C3%BCnchner_im_Himmel
Als Gebet heute ein kurzes Lied:
Danke, Herr, danke, Herr,
ewig deine Güte währt.
Freundlichkeit kommt stets von dir,
o, ich danke dir dafür.
Amen.
Montag, der 09.09.2024:
Wohl dem, der seine Hoffnung setzt auf den HERRN!
? Psalm 40,5
Andreas findet seinen Bruder Simon und spricht zu ihm: Wir haben den Messias gefunden.
? Johannes 1,41
? Lebendige Hoffnung
In einer modernen Übersetzung lautet der heutige Losungsvers: „Glücklich ist, wer sein Vertrauen auf den Herrn setzt und sich nicht mit den Überheblichen und den Lügnern einlässt!“ (Ps. 40,5 Hfa) Es geht hier um die Frage, auf wen oder worauf wir unsere Hoffnung setzen. Natürlich würde wohl niemand einem Lügner vertrauen, es sei denn, man merkt oder will nicht merken, dass man belogen wird. Lügen können attraktiv klingen – etwa bei Kostenvoranschlägen, die günstig klingen, aber völlig unrealistisch sind.
Nun werden im Losungswort noch weitere Personen genannt, auf die wir nicht unsere Hoffnung setzen sollten: die Überheblichen. Das sind nach meiner Einschätzung Menschen, die über das rechte Maß hinausgehen. Sie machen Versprechungen, die sie nicht einhalten können, und geben vor, Kenntnisse zu haben, die sie nicht besitzen. Das Problem ist, dass wir nicht immer beurteilen können, wie vertrauenswürdig solche Personen sind. Teilweise kennen wir sie gar nicht, sondern lesen nur etwas von ihnen. Ich staune immer wieder, wie viele Menschen ihre Hoffnung auf andere Menschen setzen. Der Streit, welchen Medien man vertrauen kann, welche Politiker die Wahrheit sagen oder welche Informationsquellen die richtigen sind, wäre unnötig, wenn wir einfach Gott vertrauen würden. Gott kann auch falsche Entscheidungen zurechtbiegen, wenn wir sie im Vertrauen auf ihn getroffen haben.
So habe ich z.B. einmal in gutem Glauben einen großen Fehler gemacht, als ich einen Vertrag unterzeichnete, der mich in ein finanzielles Chaos gestürzt hätte. Doch Gott hatte Erbarmen: Wie durch ein Wunder machte die Gegenseite den Vertrag ohne Verlust für mich rückgängig. Seitdem habe ich keine Angst mehr vor Fehlern. Meine Hoffnung liegt auf Jesus Christus. Das entdeckten auch Andreas und Simon, von denen der Lehrtext berichtet. Sie hatten den gefunden, der weder überheblich ist noch uns Lügen auftischt. Wenn wir ihm vertrauen, geht unsere Hoffnung nicht ins Leere.
Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen
Gebet:
Herr Jesus Christus, du bist nicht meine letzte, sondern meine erste Hoffnung. Dir will ich in den guten und schlechten Tagen vertrauen. Halte mich bitte fest, dass ich nicht falle. Und richte mich auf, wenn ich gefallen bin. Du bist meine ganze Hoffnung. Amen.
Samstag, der 07.09.2024:
Bitte, was ich dir geben soll! Salomo sprach: Du wollest deinem Knecht ein gehorsames Herz geben, dass er dein Volk richten könne und verstehen, was gut und böse ist.
? 1. Könige 3,5.9
Der Teufel führte Jesus mit sich auf einen sehr hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit und sprach zu ihm: Das alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest. Da sprach Jesus zu ihm: Weg mit dir, Satan!
? Matthäus 4,8-10
? Gut und böse
Was ist in Gottes Augen gut und was ist böse? Diese Frage beschäftigte den jungen König Salomo. Als Gott ihm die Möglichkeit gab, sich irgendetwas zu wünschen, bat Salomo darum, zwischen gut und böse unterscheiden zu können. Ja, ist das denn so schwer? Ich meine, ja. Es geht nicht nur um unsere subjektive Sicht. Was für den einen gut ist, kann für den anderen böse sein. Es geht um Gottes Sicht. Er schaut nicht nur darauf, was wir tun, sondern auch, warum. Oft entscheidet die Gesinnung des Menschen, ob das, was er tut, gut oder böse ist. Deshalb bat Salomo um die Gabe der Weisheit. Immerhin sollte er für ein großes Volk Recht sprechen.
Nun ist es eine Sache, gut und böse unterscheiden zu können. Etwas anderes ist es, sich dann für das Gute entscheiden zu können. Obwohl niemand so weise war wie Salomo, hielt ihn das nicht davon ab, gegen Gottes Wort zu handeln. So lesen wir: „Als er nun alt war, neigten seine Frauen sein Herz fremden Göttern zu, sodass sein Herz nicht ungeteilt bei dem HERRN, seinem Gott, war.“ (1.Kön. 11,4a) Offensichtlich reicht es nicht aus, zu wissen, ob etwas gut oder böse ist, man benötigt Kraft, um das zu wählen, was in Gottes Augen gut ist. Was aber ist es, was dem Guten widerstrebt?
Meiner Erkenntnis nach finden wir in der Bibel zwei Gründe: die Sünde und den Satan. Die Sünde ist eine uns innewohnende Kraft, den eigenen Bedürfnissen den Vorrang zu geben. Der Satan hingegen versucht, uns dazu zu verführen. Selbst Jesus Christus war in seiner Versuchung diesen Kräften ausgesetzt, doch er überwand sie. So ist er unsere Hoffnung, dass wir mit seiner Hilfe erkennen und tun können, was vor Gott richtig ist.
Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen
Gebet:
Vater im Himmel, ich danke dir, dass wir dem Bösen nicht mehr ausgeliefert sind. Alles, was mich von dir wegziehen will, gehört nicht zu dir. Ganz besonders danke ich dir für deinen Sohn Jesus Christus, der meine Schuld auf sich nahm. Wer will mich anklagen, wenn du mir vergeben hast? Ich danke dir auch für den Heiligen Geist, der mir die Kraft gibt, dem Bösen zu widerstehen. Danke, Vater, Amen.
Freitag, der 06.09.2024:
Wir liegen vor dir mit unserm Gebet und vertrauen nicht auf unsre Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit.
? Daniel 9,18
Aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme.
? Epheser 2,8-9
? Gottes Gnade verstehen
Meine Gedanken zu den heutigen Bibelversen beginnen mit einer kleinen Vorgeschichte. Bei einem Gespräch mit einer älteren Dame stellte sich heraus, dass sie sehr bitter gegenüber einer anderen Person war. Auf die Frage, ob sie ihr vergeben könne, sagte sie: „Niemals!“ Nach dem Gespräch fragte ich mich: Wie kommt es, dass Menschen selbst nach einer langen Zeit nicht vergeben wollen? Ich meine damit nicht, dass man den Schmerz, der einem angetan wurde, einfach vergessen kann oder solch eine Person plötzlich lieben muss. Ich meine, dass man ihr die Schuld nicht mehr anrechnet.
Von Jesus Christus wissen wir, dass er dieses Thema sehr ernst nahm. Er formulierte es im Vaterunser und sagte danach: „Wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, wird euer Vater im Himmel euch auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, wird euer Vater im Himmel euch eure Verfehlungen auch nicht vergeben.“ (Matt. 6,14-15) Ich denke, der Grund, nicht vergeben zu wollen, liegt darin verborgen, dass einem Menschen nicht klar ist, wie viel ihm vergeben wurde. Genau an diese Erkenntnis knüpfen die beiden Bibelverse an. So betete Daniel im Umfeld des Losungsverses, Gott möge seinem Volk vergeben und Jerusalem wiederherstellen. Nicht, dass sie ein Recht darauf hätten, sondern auf Gottes Barmherzigkeit hofften.
Im Lehrtext lesen wir, dass wir durch Glauben gerettet wurden. Wovor denn gerettet? Nun, vor Gottes Gericht. Diese Rettung konnten wir uns nicht erarbeiten. Im Gegenteil, unser Himmelkonto stände im Minus, wenn Gott nicht barmherzig wäre. Wenn uns aber die Barmherzigkeit Gottes am Leben hält, wie können wir dann anderen Barmherzigkeit verweigern? Damit schließt sich der Kreis. Wir rühmen uns nicht unserer Großherzigkeit, wenn wir einander vergeben, sondern tun es aus Dankbarkeit gegenüber Gott.
Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen
Als Gebet heute die ersten beiden Strophen aus dem Lied: „Mir ist Erbarmung widerfahren“
Mir ist Erbarmung widerfahren,
Erbarmung, deren ich nicht wert;
das zähl ich zu dem Wunderbaren,
mein stolzes Herz hat’s nie begehrt.
Nun weiß ich das und bin erfreut
und rühme die Barmherzigkeit.
Ich hatte nichts als Zorn verdienet
und soll bei Gott in Gnaden sein;
Gott hat mich mit sich selbst versühnet
und macht durchs Blut des Sohns mich rein.
Wo kam dies her, warum geschieht’s?
Erbarmung ist‘s und weiter nichts.
Amen
Donnerstag, der 05.09.2024:
Hilf deinem Volk und segne dein Erbe und weide und trage sie ewiglich!
? Psalm 28,9
Als Jesus das Volk sah, jammerte es ihn; denn sie waren geängstet und zerstreut wie die Schafe, die keinen Hirten haben.
? Matthäus 9,36
? Gottes Volk
Wer ist eigentlich gemeint, wenn in der Bibel von Gottes Volk die Rede ist? Alle? Ein bestimmtes Volk wie die Israeliten? Oder aber nur Christen? Auf diese Fragen gibt es unterschiedliche Antworten, die sich – je nach Theologie – zum Teil heftig widersprechen. Deshalb finde ich persönlich es hilfreich, herauszufinden, wen Gott selbst als „mein Volk“ anspricht. In der Bibel gibt es dazu etliche Anhaltspunkte. Durch das gesamte Alte Testament hindurch wird deutlich, dass Israel das von Gott erwählte Volk ist. Ihnen gab er seine Gebote, unter ihnen wohnte er, sie segnete er, erzog sie aber auch.
Aus Israel sollte schließlich der Retter der ganzen Welt hervorgehen: Christus Jesus. Mit ihm brach ein neues Zeitalter an, denn er verkündigte nicht nur für die Juden: „Das Reich Gottes ist nahe zu euch gekommen.“ (Luk. 10,9) Auch wenn er sich primär an das israelische Volk wandte, wurde bei ihm immer wieder sichtbar, dass Gottes Volk zukünftig nicht ausschließlich aus Juden bestehen würde. Als nach Jesu Tod und Auferstehung dann der Heilige Geist auf die bestehende Jüngerschar ausgegossen wurde, breitete sich die gute Nachricht von Jesus letztlich wie ein Lauffeuer über Israel und Kleinasien bis nach Griechenland aus.
Nun geht es nicht mehr um eine Volkszugehörigkeit, sondern darum, ob man zu Christus gehört. Der Apostel Paulus erklärte anhand einer Prophezeiung: „So hat er auch uns berufen, nicht allein aus den Juden, sondern auch aus den Heiden. Wie er denn auch durch Hosea spricht(1): Ich will das mein Volk nennen, das nicht mein Volk war, und meine Geliebte, die nicht meine Geliebte war.“ (Röm. 9,24-25)
Im Lehrtext lesen wir, wie Jesus auf die Menschen schaute, die wie erschöpfte Schafe waren, um die sich keiner kümmerte. Sie waren und sind ihm nicht egal. Wir sind ihm nicht egal. Er lädt uns ein, bei ihm zur Ruhe zu kommen.(2) Folgen wir dieser Einladung?
Einen gesegneten Tag wünscht
Angela Mumssen
(1) Hos. 2,25 Hos. 2,1 (2) Matth. 11,28-30
Als Gebet heute einige Verse aus einem Chorus:
Das Volk Gottes sind wir, nach ihm benannt.
Er hat uns befreit aus Schmach und Schand‘.
Geheiligt steh‘n wir vor seinem Thron,
rein durch das Blut von Christus Jesus, dem Sohn.
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Hallo ihr lieben Seelen, wir wollen hier nicht bekehren oder belehren. Wir haben auch nicht die einzige Wahrheit, oder die Lösung aller Probleme.
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